Last Update:
22.10.2001

Un hier is mein Jästebuch

Zum Forum

Diese Seite wurde für die Bildschirmauflösung von 1024 x 768 optimiert

Feari Drachentänzers Barbarenpage

Seishíns Bericht

So hatten nun der Zasu des Kurohikou-Tempels und der Kanshou vom Orden des Shinjoutei in ihrer großen Weisheit und Wichtigkeit entschieden, daß Mahima Akoni, Kennbunn, Uchijini, Naran-Yan und ich den Kintenno töten sollen, um das Yin und das Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie würden dies zwar wesentlich blumiger und wortreicher ausdrücken, aber darauf läuft es letztendlich hinaus.Uchijini als Sohai und der Shuto Naran-Yan mögen sicherlich diese heikle Aufgabe als wichtig und ehrenvoll ansehen –nun mich interessiert nur die Belohnung, die ich dafür erhalten werde, sollte ich diese Mission überleben. Die Motivation der anderen Zwei ist mir egal. Wichtig ist aber, daß alle einsehen, daß wir diese Aufgabe nur gemeinsam erfüllen können. Keiner von uns ist stark genug, um dies allein zu bewältigen.

 Wenigstens können uns die Priester einen Hinweis darauf geben, wie wir den unverwundbaren und halb-göttlichen Kintenno besiegen können: auf der siebenten Vulkaninsel am Südzipfel von Kinteikoku  haust der Drache T´ien Lung, welcher dereinst von der früheren Inkarnation des Kintenno besiegt und für immer auf diese Insel verbannt worden war. T´ien Lung könnte uns verraten, wie der Kintenno zu besiegen ist, allerdings wird er mit seinem Wissen nicht freiwillig herausrücken. Drachen sind oft verschlagen und launisch, ja sogar bösartig und ich habe keine Lust von dem Untier als willkommene Mahlzeit angesehen zu werden. Aus diesem Grund geben uns die Priester Kurohikous und Shinjouteis einen verzauberten Stein mit, mit dem Naran-Yan und Uchijini den Bann vom Drachen nehmen und ihn somit befreien können. Der Zauber kann jedoch nicht von T´ien Lung persönlich gesprochen werden. Mit Hilfe dieses Steins sollte es uns gelingen, den Drachen davon zu überzeugen, uns ein paar entscheidende Hinweise zu geben, wie wir in einem Kampf gegen den Kintenno siegreich sein könnten.

 Unsere Gruppe beschließt nach Osaka zu reisen, um sich von dort aus einzuschiffen. Der Weg dorthin ist nicht allzu weit und es gibt in Osaka einen großen und wichtigen Hafen. Die Reise verläuft zunächst ereignislos (abgesehen von den ständigen Diskussionen zwischen Uchijini und Naran-Yan, wessen Gott der Mächtigere ist). Doch als wir in dem Gebiet um Osaka eingtreffen, stehen plötzlich bewaffnete Krieger mit dem Abzeichen des Clans Oda auf der Straße und versperren uns den Weg. Sie erklären, daß der Clan Oda seinen rechtmäßigen Anspruch auf diese Region gegen aufrührerische Landarbeiter und Ronins mit Waffengewalt behaupten muß und befehlen uns umzukehren. Wir sind zwar fest entschlossen uns nicht durch diese Angelegenheit von unserer Mission abbringen zu lassen, möchten jedoch auch der offenen Konfrontation mit dem Clan Oda aus dem Weg gehen. Also drehen wir zunächst um bis wir aus der Sichtweite der Krieger sind und verlassen dann die Straße um durch die Wälder an der Straße entlang nach Osaka zu reisen.

 Am Abend schlagen wir ein Lager unweit eines Dorfes auf, in dem sich eine Streitmacht der Oda einquartiert hat, nachdem sie die Dorfbewohner erschlagen oder vertrieben haben. Wir achten natürlich darauf, nicht die Aufmerksamkeit der Krieger auf uns zu lenken. Schließlich teilen wir Wachen für die Nacht ein. Während Naran-Yans Wache schlägt dieser plötzlich Alarm, als er eine Gestalt bemerkt, die sich in unser Lager geschlichen hat und ganz nahe bei Uchijini steht. Wir springen alle sofort auf und verteidigen uns gegen vier Unholde (man nennt sie Jiki-niku-gaki), die gräßlich aussehen und einen üblen Gestank der Verwesung verbreiten. Zu unserem Entsetzen müssen wir feststellen, daß sich unsere Gegner zumindest für kurze Zeit unsichtbar machen können. Tatsächlich wird Uchijini verletzt, jedoch gelingt es uns die Angreifer zu töten. Doch groß ist unser Erstaunen, als wir sehen, daß die Unholde wieder aufstehen nachdem wir sie scheinbar erschlagen haben. Also machen wir sie ein weiteres mal nieder und verbrennen anschließend ihre widerlichen Leiber. Danach brechen wir das Lager eilig ab, um die Nacht woanders zu verbringen. Schließlich finden wir eine Ansammlung verlassener Hütten, in denen wir die Nacht verbringen, nachdem Akoni und ich sie erkundet haben.Belagerung Osakas

 Es ist bereits hell, als wir am nächsten Tag nach Osaka aufbrechen. Wir meiden weiterhin die Straße und setzen unseren Weg durch die Wälder fort. Als wir schließlich vor Osaka ankommen, müssen wir feststellen, daß es belagert wird. Die Ronin-Truppen in der Stadt müssen sich gegen eine Übermacht des Clans Oda verteidigen.

Der Weg in die Stadt ist uns somit versperrt.

 

 Deshalb ziehen wir uns zunächst etwas tiefer in den Wald zurück und beraten, was zu tun ist. Naran-Yan beschließt in Erfahrung zu bringen, was genau dort vorgeht und die Lage zu erkunden. An sich ist dies sicher keine schlechte Idee, doch der Rest unserer Gruppe stellt mit einigem Schrecken fest, daß Naran-Yan offen über die Straße auf das Heerlager der Oda zugeht,Die Befragung bis er von zwei Wachen angehalten wird. Offensichtlich glaubt er, daß er als Shuto den Wachen genug Respekt einflößt, als daß sie ihn verhaften würden. Tatsächlich sind sie zunächst auch vorsichtig, aber dann holt einer von ihnen einen Samurai herbei, der Naran-Yan befragt. Dieser scheint jedoch unzufriedenstellende Antworten zu geben, weshalb er dann doch noch verhaftet wird.

 Schöne Pleite! Der Weg in die Stadt ist versperrt, kein Schiff zum Anheuern in Sicht und Naran-Yan läßt sich auch noch auf so leichtsinnige Weise gefangen nehmen. Dadurch verzögert sich unsere Mission unnötig. Trotzdem beschließt der Rest von uns nicht allein weiter zu reisen, sondern unseren Gefährten zu befreien. Akoni und ich wollen das Lager auskundschaften, um festzustellen, wo genau sich Naran-Yan befindet. Jeder von uns schleicht sich von einer anderen Seite an das Lager heWakoran.

 Doch bevor ich das Heerlager erreiche, entdecke ich zwei Männer in einfacher Kleidung aber mit Waffen, die vor mir im Gras liegen und ebenfalls das Lager beobachten. Es gelingt mir, mich unbemerkt an sie heran zu schleichen und sie zu überraschen. Sie begehen nicht den Fehler mich anzugreifen, weshalb ich sie in ein Gespräch verwickeln kann. Es stellt sich heraus, daß es sich bei den Zweien um Wako handelt, die in einem kleinen Piratendorf in der Nähe mit ihrem Kapitän und dem Rest von ihrer Truppe hausen. Ich kann sie davon überzeugen, mich zu ihrem Anführer zu bringen, um von ihm Unterstützung für die Befreiung Naran-Yans zu erhalten. Für einen angemessenen Preis, der mir die Befreiung des Shutos und somit die Fortführung unserer Mission wert ist, kann ich sie dazu bringen, mit ihren Schaluppen den Fluß hinauf zu fahren und das Heerlager der Oda mit Feuerwerkskörpern zu beschießen. Dieses Ablenkungsmanöver sollte ausreichend sein, um uns die Möglichkeit zu geben, Naran-Yan zu befreien. Außerdem sind die Wako eine gute Gelegenheit, doch noch ein Schiff aufzutreiben, das uns nach Süden bringt.

Mit den zwei Piraten, die mich in das Dorf geführt haben, kehre ich in den Wald zurück, wo ich auf meine Gefährten treffe. Dort schmieden wir einen Plan und stimmen den Zeitpunkt des Angriffs mit den Wako ab. Akoni ist es tatsächlich gelungen, in das Heerlager einzudringen und festzustellen, wo sich Naran-Yan befindet. Allerdings ist sie dabei aufgefallen und wäre beinahe selbst gefangen worden.

Nachdem sich unsere Gruppe an das Lager herangeschlichen hat, müssen wir feststellen, daß die Oda jetzt noch mehr Wachen aufgestellt haben. Doch das ändert sich schnell, als die Wako zum vereinbarten Zeitpunkt von der anderen Seite das Lager mit Feuerwerk beschießen. Es entsteht ein gehöriger Tumult unter den Kriegern des Clans Oda undTeppo tatsächlich ziehen die Wachen außerhalb des Lagers ab, um gegen den vermeindlichen Angriff auszurücken. (Wie wir später erfahren, schießen die Teppo der Oda eine der Schaluppen der Piraten fast manövrierunfähig.) Der Weg in das Lager ist nun frei und wir schleichen uns hinein. Akoni führt uns zu dem Zelt, in dem sich Naran-Yan befindet. Der Magier Kennbunn und ich gehen im Schutze eines nahen Zeltes in Stellung, um die Wachen vor dem Zelt, das dem Shuto als Gefängnis dient, auszuschalten, falls sie auf Akoni und Uchijini, die sich in das Zelt schleichen wollen, aufmerksam werden. Unsere beiden Gefährten gelangen tatsächlich unbemerkt in das Zelt, wo sie die anwesende Wache erledigen. Alles scheint nach Plan zu laufen, als plötzlich ein Samurai bei den vier Wachen vor dem Zelt auftaucht, der auch noch in das Zelt hinein will. Kennbunn und ich reagieren sofort. Während ich den Samurai mit einem Pfeil verwunde, wirkt Kennbunn einen farbenprächtigen Zauber, der nicht nur den Samurai trifft, sondern gleich drei der vier Wachen schlafen schickt. Dadurch werden jedoch weitere Oda-Krieger auf uns aufmerksam, weshalb insgesamt fünf von ihnen Kennbunn und mich angreifen. Das Kampfglück ist mir an diesem Tag besonders hold, weshalb ich allein drei von ihnen binnen kurzer Zeit töte. Allerdings erholt sich der Samurai nach einigenDer Samurai Augenblicken wieder von Kennbunns Zauber und attackiert uns ebenfalls. Jedoch schleichen sich in diesem Moment Akoni, Uchijini und der befreite Naran-Yan aus dem Zelt und stehen somit hinter dem Samurai. Gemeinsam besiegen wir den Samurai und die verbleibenden Wachen ohne größere Probleme. Als wir mit Naran-Yan aus dem Lager türmen wollen, läuft dieser jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung, da er seine Ausrüstung wieder einsammeln will, die man ihm abgenommen hat. Zum Glück findet er sie schnell wieder, wobei wir noch ein paar Beutestücke einsammeln. Schließlich verschwinden wir dann doch endlich.

Nachdem wir Naran-Yan klar gemacht haben, daß er zukünftig auf solch unsinnige Aktionen verzichten soll, machen wir uns auf den Weg zum Piratendorf, um dort ein Schiff anzuheuern. Toii, der Kapitän der Wako, ist offensichtlich daran interessiert uns für Geld nach Süden zu bringen, da er hier momentan keine Geschäfte machen kann.Die Verhandlungen wollen scheinbar kein Ende nehmen, da einige meiner Gefährten sich nicht darüber einig werden können, was sie noch alles verkaufen wollen (z. B. die Pferde, die Toii aber nicht haben will, da er sie nirgends verkaufen kann) und ob sie lediglich mit einer oder zwei Schaluppen reisen wollen. Toii beschwört uns regelrecht zwei Schiffe anzuheuern, da die Gewässer im Süden nur so vor Piraten wimmeln und zwei Schiffe mehr Schutz bieten, jedoch wittern einige unter uns darin nur Beutelschneiderei.

Schließlich können wir den Piraten einige der Waffen verkaufen, die wir im Laufe unserer Reisen erbeutet haben, mieten jedoch nur eine Schaluppe an –weil´s halt billiger ist. Natürlich stellt sich das später als Fehler heraus.

Nebenbei sei noch erwähnt, daß Naran-Yan, kaum daß er wieder auf freiem Fuß ist, bereits wieder große Töne spuckt. So befiehlt er Akoni, die ja maßgeblich an seiner Rettung beteiligt war, während den Verhandlungen mit den Piraten doch besser den Mund zu halten (O-Ton: „Schweig, Weib!“). Ein zweites Mal wird sie ihm wohl nicht aus der Patsche helfen.

Irgendwann legen wir dann aber doch ab und fahren auf der Schaluppe der Piraten unter Toiis Kommando zu den Vulkaninseln. Kaum das wir einigermaßen die südlichen Gewässer erreicht haben, entdeckt der Mann auf dem Ausguck ein fremdes Schiff hinter uns. Das Schiff sieht auf den ersten Blick wie ein Händler aus, da an Bord irgendwelche Dinge mit Planen abgedeckt sind, aber wir durchschauen die List sofort. Natürlich handelt es sich ebenfalls um Wako, die ihre Entermannschaft unter den Planen versteckt haben. Also machen wir uns kampfbereit.

Ich beschließe, mir drei der Wako zu schnappen und mit ihnen Brandpfeile auf die Planen desIm Pfeilhagel feindlichen Schiffes zu schießen. Vielleicht können wir so ihre Kampfkraft bei einem Enterversuch schwächen. Uchijini und Naran-Yan äußern zwar Zweifel an meinem Vorhaben, jedoch  kann ich sie beruhigen, indem ich verspreche, kein großes Feuer auf unserem Schiff zu entfachen. Derweil bereiten sich die anderen Mitstreiter auf einen Enterangriff vor.

Als die Schaluppe unserer Feinde in Schußreichweite ist, schießen wir die Brandpfeile ab. Mit Schrecken stelle ich fest, daß die drei Wako offensichtlich ungeübte Schützen sind, da sie noch nicht mal mehr die riesigen Planen treffen.Akoni Nach ein paar Salven haben wir dann aber doch die Planen samt der darunter versteckten Piraten in Brand geschossen. Das Chaos ist denkbar groß, zumal Akoni einige unserer Gegner mit einem Lied aus ihrer Zauberflöte schlafen schickt und Kennbunn einen Angriffszauber wirkt.  Obwohl wir nicht genau abschätzen können, wie groß die Mannschaft auf der feindlichen Schaluppe ist, sind wir doch sicher sie bereits merklich dezimiert zu haben, als wir das feindliche Schiff zum Entern heranholen. Naran- Yan und Uchijini schwingen sich an Bord des Gegners, gefolgt von Toiis Männern, Akoni und mir. Es entbrennt ein mörderischer Kampf Mann gegen Mann. SwackWährend Akoni, Naran-Yan und ich einen Piraten nach dem anderen erledigen, faselt Uchijini irgendetwas von „unwürdigen Gegnern“ und beschließt die Feinde mit der bloßen Faust zu töten. Ich weiß nicht, welches Problem der Sohai hat, aber für mich zählt im Kampf nur eines, und zwar zu überleben –deshalb verschaffe ich mir jeden Vorteil, den ich haben kann.

Nach einem kurzen aber heftigen Gefecht haben wir den Feind besiegt und einen Gefangenen gemacht. Leider hat Toii dabei elf seiner dreißig Männer verloren. Es wäre wohl doch klüger gewesen mit zwei Schiffen zu reisen. Naran-Yan und Akomi wollen das feindliche Schiff noch durchsuchen, aber es ist zu spät, da es bereits lichterloh brennt.

Während Toii und seine Männer das Schiff wieder auf Fahrt bringen, verhören Uchijini und Naran-Yan den Gefangenen. Kennbunn und ich sind ebenfalls zugegen. Der Gefangene scheint ein einfacher Wako zu sein und will sich viellcicht Toiis Männern anschließen. Doch wir trauen ihm nicht . Deshalb planen Kennbunn, Uchijini und Naran-Yan ihn auf magische Weise zum Sprechen zu bringen, während ich den Mann bewache. Kaum das meine drei Begleiter den Raum wieder betreten und Uchijini sich bedrohlich vor ihm aufbaut, stößt der vermeintliche Wako einen Kampfschrei aus und greift uns an. Uchijini und ich schlagen ihn bewußtlos. Nun ist uns klar, daß es sich bei dem Mann um einen Samurai handelt. Mittels eines Zaubers bringt ihn Uchijini dazu uns alles zu sagen, was er weiß. So erfahren wir, daß sein Auftraggeber Mori Motonari ist, das Oberhaupt des Clans Mori. Das Piratenschiff war eigens darauf angesetzt uns zu verfolgen. Der Mann verrät uns auch, daß wir permanent von einem Spion beobachtet werden. Allerdings kennt er diesen Spion nicht. Zudem erfahren wir, daß Mori Motonari weiß, daß wir es waren, die Mori Yasutaka getötet haben, allerdings kennt er unsere Mission nicht.

Schließlich erledigen wir den Gefangenen, indem wir jedem Wako die Möglichkeit geben, sich für seine toten Kameraden zu rächen.

Nach ein paar weiteren Tagen auf See kommen wir an der siebenten Vulkaninsel an, wo der Drache T´ien Lung haust. Zudem lebt dort ein Stamm primitiver Eingeborener, die uns freundlich empfangen. Dank Toii, der ihre Sprache spricht, können wir uns mit ihnen verständigen und sie bringen uns zu ihrem Häuptling. Wir berichten dem Häuptling, daß wir den Drachen besuchen wollen, doch er zweifelt am Erfolg unseres Vorhabens. Das beeindruckt uns natürlich nicht. Immerhin können wir erreichen, daß uns der Sohn des Stammesschamanen, der sehr mutig sein soll und unsere Sprache spricht, da er ein paar Jahre in Kinteikoku gelebt hat, zu dem Berg führt, auf dessen Kuppe wir T´ien Lung finden können. Zudem erkundigen wir uns nach möglichen Gefahren auf dem Weg dorthin. Der Schamane berichtet von gefährlichen Schlangen und Vogelgeistern, die auf Bäumen leben. Allerdings sind das nicht die größten Schrecken der Insel. Die Dorfbewohner fürchten am meisten ein Unwesen, das sie „Buso“ nennen und das nachts das Dorf angreift, um Leute zu verschleppen und zu töten. Allerdings schlägt es in unregelmäßigen Abständen zu, so daß niemand weiß, wann es wirklich kommt.

Wir beschließen im Dorf zu übernachten, in der Hoffnung, daß der Buso angreift und wir ihn erledigen können. Leider tut uns dieser Unhold den Gefallen nicht. So brechen wir am nächsten Morgen zusammen mit dem Sohn des Schamanen als Führer auf, um durch den Dschungel zum Berg des Drachen zu wandern. Der Busch ist wirklich dicht und man kann kaum einen Weg erkennen. Ich gestehe mir ein, den Weg nie allein finden zu können –ich denke, meinen Begleitern geht es genauso. Zu allem Übel fängt es noch an stark zu regnen, wodurch wir noch langsamer voran kommen. Wenigstens bleiben wir von Schlangen und  Vogelgeistern verschont. Trotzdem versuchen wir möglichst schnell einen Unterschlupf für die Nacht zu finden.

Zu unserer größten Überraschung stoßen wir auf ein altes Haus im Baustil unserer Kultur, das einfach mitten im Dschungel steht. Wir sind natürlich mißtrauisch und bewegen uns langsam auf das Haus zu. Bei näherer Betrachtung scheint es sich um einen Dojo zu handeln, da wir einen hölzernen Kampfplatz vor dem Haus finden, der von Bannern umringt ist. Allerdings können wir nicht erkennen, welche Kampfkunst hier einst gelehrt wurde.

Sensai Weissbart

Plötzlich erscheint ein alter Mann auf der Terrasse vor dem Haus, der uns höflich begrüßt. Er hat weißes Haar,  einen langen Bart und trägt alte Kleider. Doch er lädt uns freundlich ein in sein Haus zu kommen und die Nacht dort zu verbringen. Er bewirtet uns sogar mit einem einfachen, aber ausreichenden Abendessen. Uchijini fragt den alten Mann, was er hier so macht und er erzählt, daß dies hier früher ein Aikido-Dojo war. Der alte Mann war der Sensai, doch seine Schüler wurden arrogant und überheblich. Sie fühlten sich ihrem Lehrer überlegen und versuchten die Schule und seine Lehren an sich zu reißen, wodurch ein Kampf entbrannt sein muß. Der alte Mann erzählt uns nicht, wie die Sache damals genau ausgegangen ist, aber heute lebt er jedenfalls allein hier. Seine Schüler sind fort, doch er kann sich nicht von seinem Dojo trennen. Deshalb schlägt er sich eher schlecht als recht durch.

Auf den Buso angesprochen, meint der Alte, daß er sich bereits mehrfach gegen den Unhold erfolgreich verteidigen konnte. Naran-Yan bleibt mißtrauisch, aber Uchijinis und meine Achtung vor dem alten Meister wächst. Uchijini verabredet sich sogar mit dem alten Mann für einen Trainingskampf nach dem Abendessen. Tatsächlich führt uns der Sensai in eine Halle, in der ebenfalls ein Kampfplatz aufgebaut ist. Dies war offensichtlich früher die Trainingshalle. Allerdings fällt mir auf, daß es hier keine Übungswaffen oder genauere Lehrschriften gibt. Ich entschließe mich dazu, den Alten im Kampf genauer zu beobachten, da mir dieser Dojo langsam merkwürdig vorkommt.

Der Kampf zwischen Uchijini und dem alten Meister beginnt. Zunächst sieht es noch so aus, als ob beide Kontrahenten ebenbürtig sind, doch dann kann Uchijini den Sensai mit einem angedeuteten Faustschlag zum Kopf sichtlich beeindrucken. Auch ich muß zugeben, daß diese Attacke meisterlich war. Doch beim nächsten Angriff wird der Sohai ausgekontert und der Alte deutet einen Ellenbogenschlag unter das Kinn Uchijinis an. Ich werde sofort aufmerksam –dies war eine Ninjutsu-Technik und kein Aikido. Ein Blick in Akonis Gesicht verrät mir, daß sie dies ebenfalls erkannt hat. Uchijini, der wohl nichts bemerkt hat, und der alte Mann lassen es dabei bewenden und äußern sich sehr lobend über die Fähigkeiten ihres Kontrahenten.

Für die Nacht werden uns die ehemaligen Unterkünfte der Schüler als Zimmer zugewiesen und wir nehmen dankend an.Seishin Ich entschließe mich dazu, mir das Haus während meiner Wache nochmals genauer anzusehen, da ich nähere Hinweise über eine eventuelle Ninja-Schule finden möchte. So schleiche ich mich dann wieder in den Trainingsraum, um ihn genauer zu untersuchen, kann aber nichts finden. Also setze ich meine Suche in den privaten Zimmern des alten Mannes fort. Doch plötzlich höre ich hinter der Tür seines Zimmers eigenartige Laute, wie von einem wilden Tier. Im nächsten Augenblick zerfetzt ein Unwesen die Wand vor mir und stürmt auf mich los. Es ist mehr als zwei Meter groß, hat nur ein Auge und eine platte Nase. Obwohl ich in der häßlichen Fratze das Gesicht des alten Sensai erkennen kann, weiß ich augenblicklich, daß dies der Buso sein muß. Ich schlage Alarm.

Binnen weniger Momente sind Akoni und Naran-Yan an meiner Seite und greifen mit mir den Buso an. Es gelingt mir den Unhold zu verletzen, doch dieser erwischt seinerseits Akoni. Naran-Yan bereitet dem Buso mit seinen zwei Schwertern jedoch ein jähes Ende. Als auch Uchijini eingetroffen ist, der sich sofort um Akonis Wunden kümmert, schlägt Naran-Yan dem Buso, der sich wieder in den Sensai zurückverwandelt hat, den Kopf ab. Er zeigt diesen dann stolz unserem Führer, der sich wohl  fast zu Tode erschreckt. Naran-Yan meint noch, er hätte ja gleich gewußt, daß der Alte der Buso sei. Pah, Klugscheißer!

Akoni und ich durchsuchen derweil die Privaträume des Mannes. Wir finden dabei seine Lehrschriften, einen Tanto und zwei Ringe, die wir mitnehmen. Ich greife mir noch ein Ninjato-Schwert, das an der Wand angebracht ist, da es mir sehr alt und kostbar vorkommt. Derweil opfert Naran-Yan den toten Buso seinem Gott Kurohikou.

Am nächsten Morgen verlassen wir das alte Haus und ziehen weiter zum Berg des Drachen. Ich finde es etwas befremdlich, daß sich meine Gefährten während dem Marsch auf Suche nach Kräutern oder giftigen Pflanzen begeben. Dabei laufen sie nur unnötig Gefahr vom Weg abzukommen und sich zu verirren. Außerdem kommen wir dadurch langsamer voran. Schließlich kommen wir aber doch am Berg an. Unser Führer macht auf einem Plateau Stop und erklärt uns den Rest des Weges. Er will hier auf uns warten, da er dem Drachen lieber nicht begegnen will. Außerdem glaubt er sowieso nicht, daß wir wieder lebend zurückkommen werden.

Es dauert nicht lange und wir finden den Eingang, der zur Höhle in dem Berg führt. In dieser Höhle lebt T´ien Lung. Ein Gang führt tiefer in den Berg hinein. Die Wände des Ganges sehen aus, als ob sie durch eine enorme Hitze bearbeitet worden wären, da sie spiegelglatt sind. Nach einiger Zeit hören wir deutliche Geräusche von vorn und dann steht T´ien Lung vor uns. Der Drache hat einen massigen Schlangenkörper in einem leuchtenden Gelb mit kurzen Stummelarmen. Sein riesiger Kopf wird von einer wallenden Mähne gesäumt und er hat eine breite Schnauze und furchterregende Reißzähne in seinem Maul. Natürlich will er von uns wissen, was wir hier wollen. Naran-Yan und Uchijini gelingt es, ihn dazu zu bringen uns anzuhören, indem sie ihm ein Geschenk versprechen. T´ien Lung führt uns in eine große Halle, in der ein Haufen Perlen liegt, die er genüßlich verspeist. Während sich der Drache über uns zu amüsieren scheint, erklären ihm Naran-Yan und Uchijini umständlich und mit unnötig vielen Worten den Grund unseres Besuches. T´ien Lung scheint sehr humorvoll zu sein, obwohl er mit seinem Schicksal hadert, für immer auf dieser Insel bleiben zu müssen. Unser Geschenk an ihn, der Stein, mit dem wir ihn von seinem Bann erlösen können, weckt sofort sein Interesse und er willigt ein, uns Hinweise für unsere Mission zu geben, wenn wir ihm die Flucht von dieser Insel ermöglichen. Er sagt uns, daß wir drei Voraussetzungen erfüllen müssen, um im Kampf gegen den Kintenno bestehen zu können:

 

      1) Wir brauchen eine Waffe, die den unverwundbaren Kintenno töten kann.

      2) Wir müssen gegen die Magie des Kintenno immun sein.

      3) Wir benötigen den Segen der Götter.

 

Als Waffe kann uns nur die Waffe einer Wächterkreatur namens Men-shen dienen. Men-shen würden niemals ihre Waffen freiwillig abgeben und sie sind schwer zu besiegen. Stirbt jedoch ein Men-shen, so löst sich seine Waffe schnell auf. Dies können wir nur verhindern, indem wir die unverfluchte Seele einer Kreatur, die von dieser Welt stammt und zeitglich mit dem Men-shen stirbt, in die Waffe fahren lassen. Die Waffe muß danach von einem wahren Meister seines Faches neu geschmiedet und dabei gesegnet werden. Sie darf niemals vor dem Kampf gegen den Kintenno benutzt werden.

 Um gegen die Magie des Kintenno immun zu sein, benötigen wir die neun magischen Steine des Sohnes des Gottes Akebono. Jeder Stein enthält einen Zauberspruch und sie sind überall verstreut. Jedoch kann man die Steine mit Hilfe des Schwertes des Sohnes des Gottes Akebono finden. Das Schwert liegt in der Ruine des Palastes der Yamato. Diese Steinen würden uns auch helfen, einen Men-shen zu besiegen.

 Bezüglich des Segens der Götter kann uns T´ien Lung nur sagen, daß wir zum Gegenpol des Kintenno werden müssen. Hierzu sollen wir die Priester des Shinjoutei und des Kurohikou befragen.

 Anschließend geht der Drache mit uns ins Freie, um sich davon zu überzeugen, daß der Zauber, den Uchijini und Naran-Yan zuvor auf ihn gewirkt haben, funktioniert und er die Insel verlassen kann. Er befielt uns auf ihn zu warten, schwingt sich in die Lüfte und fliegt davon.

 Nach einigen Stunden sind Naran-Yan und ich des Wartens überdrüssig und erklären unseren Begleitern, daß der Drache wohl nicht mehr zurück kommen wird und wir besser den Rückweg antreten sollten. Doch Uchijini und Akoni bestehen darauf, weiter auf den Drachen zu warten. Naran-Yan macht sich allein auf den Rückweg, während ich mich dazu entschließe bei den anderen zu bleiben. Wann wird dieser Narr endlich lernen, daß es nichts bringt, wenn wir nicht als Gruppe zusammenarbeiten?

 Natürlich ist der Drache auch am nächsten Morgen nicht zurückgekehrt und ich versuche nochmals meine Gefährten davon zu überzeugen endlich aufzubrechen; leider vergebens. Ich verbringe fast den gesamten Tag damit, die Lehrschriften aus dem alten Ninja-Dojo zu studieren. Am Abend haben die anderen endlich ein Einsehen und wir brechen doch noch auf, nachdem wir noch ein paar der Perlen T´ien Lungs eingesteckt haben. Auf dem Plateau, wo unser Führer zurückgeblieben ist, treffen wir ihn und Naran-Yan. Natürlich kommt er sich oberschlau vor, weil  T´ien Lung nicht zurückgekehrt ist, so wie er es vorausgesehen hat. Dafür versuche ich ihm nochmal deutlich zumachen, daß wir unsere Mission nur gemeinsam schaffen können –ich glaube aber, er kapiert das nie. Unserem Führer mache ich klar, daß er von der ganzen Gruppe angeheurt wurde und deshalb auch die ganze Gruppe wieder zurückführen soll, nicht bloß eine Person. Andernfalls kann er sich persönlich davon überzeugen, wie gründlich ich meinen Beruf auszuüben pflege.

 Schließlich übernachten wir auf dem Plateau und stellen Wachen auf.Seishin In der Nacht werden wir von einem weiteren Buso angegriffen. Uchijini erstarrt vor Furcht und ist völlig außer Stande sich zu bewegen. Zusammen mit Akoni und Naran-Yan gelingt es mir den Buso zu töten,

 

jedoch werde ich dabei verletzt. Während Naran-Yan den toten Buso wegschleift, versorgt Uchijini, der sich wieder bewegen kann, meine  Wunden. Trotzdem fühle ich mich elend und mir kommt der Verdacht, daß ich eventuell von dem Buso verflucht oder mit einer Krankheit angesteckt worden bin. Uchijini und Naran-Yan meinen, daß sie mir nicht helfen können. Ich werde den Eindruck nicht los, daß die beiden in ihren Künsten nicht besonders beschlagen sind und entschließe mich dazu, zu dem Schamanen zu gehen, wenn wir wieder ins Dorf zurückgekehrt sind.

 Dieser wirre Naran-Yan befürchtet, ich könnte mich ebenfalls in einen Buso verwandeln und fordert mich auf ihm meine Waffen zu geben. Natürlich lehne ich dies ab. Für wen hält sich dieser Shuto eigentlich? Akoni und Uchijini scheinen Naran-Yans Befürchtung zu teilen. Dieser schlägt vor, mich zumindest während der Nacht zu fesseln. Da ich weiß, daß ich mich mit Leichtigkeit von den Fesseln befreien kann, stimme ich zunächst zu. Doch dann erfahre ich von Uchijini, daß Naran-Yan ebenfalls von dem Buso verletzt worden ist. Naran-Yan behauptet natürlich, daß er nichts von einer Krankheit oder einem Fluch spürt und bei ihm daher keinerlei Schutzmaßnahmen von Nöten sind. Damit hat sich das Thema auch für mich erledigt. Wir einigen uns schließlich darauf, stets zwei Wachen aufzustellen.

 Am nächsten Morgen brechen wir schließlich auf, um durch den Dschungel ins Dorf zurück zu wandern. Der Tag und auch die folgende Nacht verlaufen ereignislos. Natürlich verwandle ich mich nicht in einen Buso.